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Nagelpflege

Regelmäßige Nagelpflege ist unerlässlich, um die schützenden Funktionen der Finger- und Fußnägel zu erhalten. Täglich sind die Nagelplatten großen Belastungen ausgesetzt und werden bei nicht ausreichender Nagelpflege schnell brüchig. Die Folge können Verletzungen und im schlimmsten Fall der Verlust des Nagels sein. Zudem vermitteln schöne und glänzende Nägel einen gepflegten und ästhetischen Eindruck. Doch wie wird eine Nagelpflege optimal durchgeführt und wie kommt es zu brüchigen Nägeln? Wie wird ein Nagelhautentferner angewendet und auf welche Weise werden Nägel richtig gekürzt? Gelegenheit die Horngebilde an Fingern und Zehen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und neben den Antworten auf die Fragen, zusätzlich wissenschaftliche Erkenntnisse und interessante Details über Aufbau und Funktion der Nägel zu erfahren.

 

Wie sind Nägel aufgebaut und welche Funktionen haben sie?

 

Nägel haben einen evolutionären Sinn. Sie schützen Finger und Zehenspitzen, unterstützen ihre Greiffunktion und motorische Fähigkeiten. Ohne Fingernägel wäre kein Zupfen, Kratzen oder Ritzen möglich. Aufgebaut sind Nägel folgendermaßen: Die Nagelplatte besteht aus einer Hornsubstanz, die sich an der Fingerkuppe vom Nagelbett trennt. Dort befindet sich der Nagelrand, am anderen Ende der Nagelmond. Unter dem Mond befindet sich die Nagelfalz, die in der Hauttasche steckt. Falz und Mond sind Teil der sogenannten Matrix, in der fortlaufend neue Hornsubstanz, Keratin, entsteht. Diese lagert sich in Schichten an der Nagelplatte ab und der Nagel wird permanent vorgeschoben. Auf diese Weise wächst der Nagel, durchschnittlich pro Monat 3 Millimeter. Allerdings wachsen nicht alle Nägel gleich schnell und auch nicht bei allen Menschen in der gleichen Geschwindigkeit. Der Nagel des Mittelfingers wächst am schnellsten und an Daumen und kleinem Finger am langsamsten. Die Nägel älterer oder kranker Menschen wachsen langsamer als die von jungen Menschen. Von der Theorie nun zur Praxis, der Nagelpflege.

 

Was sind die Ursachen für brüchige Fingernägel?

 

Brüchige Nägel sind nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern weisen eventuell auf Mangelerscheinungen oder Krankheiten hin. Es ist ärgerlich, wenn trotz regelmäßiger Nagelpflege, die Nägel brüchig bleiben. Nun sollte genauer hingeschaut werden, denn schlimmsten Falls können die spröden Nägel auf Krankheiten hindeuten. Ein häufiger Grund, weswegen sich die Struktur des Horns der Nagelplatte verändert, sind Chemikalien wie Spülmittel, Waschmittel oder Nagellackentferner. Acetonhaltige Lösungsmittel sind für die Nägel Stress. Auch die restlichen chemischen Stoffe, die in Entfernern enthalten sind, lassen sie austrocknen und brüchig werden. Den gleichen negativen Effekt haben künstliche Nägel oder Maniküren mit Gel-Farben. Entgegenwirken kann man diesem Problem, indem man die Hände nach dem Entfernen des Lacks ausgiebig mit Hand- und Nagelcreme pflegt. Eine weitere Ursache ist ein Mineralstoffmangel im Körper, der sich durch brüchige Fingernägel äußert. Es kann dem Körper an Kalzium, Eisen, oder Vitaminen mangeln. Aber auch eine Überdosierung an Vitamin A hat diesen negativen Effekt auf die Nägel. Um sicherzugehen, sollte ein Bluttest beim Hausarzt durchgeführt werden, wenn weitere Merkmale eines Mangels auftreten. Auch Krankheiten wie Nagelpilz, Schuppenflechte oder Schilddrüsenfunktionsstörungen haben den gleichen unerwünschten Effekt auf die Fingernägel. Die Strahlen einer Chemotherapie wirken sich hindernd auf die Keratinbildung des Nagels aus. Manchmal liegt es aber an der falschen Nagelpflege, denn auch die kann Folgen haben.

 

Wie werden Nägel richtig gekürzt?

 

Bereits beim Kürzen der Nägel können Fehler passieren, die brüchige Nägel zur Folge haben. Wenn die Nägel mit einer groben Feile bearbeitet werden, oder sie beim Kürzen mit einem Nagelknipser zu fest zusammengedrückt werden, können brüchige Nägel die Folge sein. Um das zu vermeiden wird das richtige Werkzeug benutzt. Übrigens hält ein Mann aus Indien den Weltrekord mit seinen 2 Meter langen Fingernägeln, die er 66 Jahre wachsen ließ. Die Frage ist nur wie kürzt man Finger- und Fußnägel auf die richtige Weise, ohne sie zu beschädigen? Der Nagelknipser ist die richtige Wahl für Fußnägel, denn diese sind dicker als Fingernägel. Fußnägel sollten gerade abgeschnitten werden, um ein Einwachsen in die Zehen zu verhindern. Dadurch kann einer Nagelbettentzündung vorgebeugt werden. Niemals sollten die Nagelecken ausgeschnitten werden, da oft kleine Nagelsplitter bleiben, die die Haut verletzen können. Die Länge sollte so gewählt sein, dass die Zehenkuppe nach dem Schneiden von der Nagelplatte noch bedeckt ist. Zu kurz darf der Nagel auch nicht sein, da sich ansonsten die Zehenkuppe nach vorn wölbt. Ein idealer Nagelknipser besteht aus rostfreiem Stahl und ist ergonomisch vorteilhaft geformt. Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist das patentierte Ring Lock System, das ein präziseres Schneiden ermöglicht und die Schneide langlebiger macht. Nach dem Schneiden können die Füße mit Oliven- oder Mandelöl einmassiert werden, um Haut und Nägel optimal mit Feuchtigkeit zu versorgen. Fingernägel können mit einer Nagelschere gekürzt werden, Experten feilen sie aber nur. Auf jeden Fall sollten sie, nach einem Schnitt mit der Nagelschere noch mit einer Feile nachbehandelt werden, um die Oberfläche zu glätten. Ein lästiges Hängenbleiben der Nägel an, zum Beispiel, Pullovern, wird dadurch verhindert. Auch die Nagelscheren sollten hochwertig und scharf geschliffen sein. Sie sollten aus rostfreiem Edelstahl bestehen und die besten unter den Nagelscheren weisen eine Mikroverzahnung auf, einen speziellen Schliff, der ein Abrutschen verhindert. Mit einer speziell angeschliffenen Spitze, der Turmspitze, können kleinste Hautreste entfernt werden und engste Zehenbereiche erreicht werden. Die Feile ist das nächste Werkzeug im Bunde, auf das es ankommt bei der richtigen Nagelpflege. Sie ist das wichtigste Utensil für die Nagelpflege. Sie sollte ergonomisch geformt sein und zwei verschieden grobkörnige Flächen aufweisen. Die grobe Fläche ist dabei ausschließlich zum Vorfeilen und Formen der Nägel zu benutzen. Die Feinarbeit am Ende wird mit der feinkörnigen Seite durchgeführt. Gut geeignet sind Saphir- und Sandpapier-Nagelfeilen. Angefangen wird das Feilen dort, wo der Nagel aus dem Nagelbett wächst. Es sollte nicht zu hoch angesetzt werden, da ansonsten ein Absplittern des Nagels droht und die Nägel dürfen nicht aufgeweicht sein, von warmen Badewasser oder Vergleichbarem. Anschließend wird sanft in Wuchsrichtung von oben nach unten, in Form gefeilt. Haut und Nägel werden danach mit hochwertigem Öl gepflegt. Für eine schönere Kontur der Nägel kann mit der Feile die Nagelhaut sanft zurückgeschoben werden. Dazu ist es notwendig vorher einen Nagelhautentferner zu verwenden.

 

Wie wird die Nagelhaut richtig entfernt?

 

Überschüssige Nagelhaut kann unästhetisch aussehen oder sich störend im Alltag auswirken. Manchmal soll die Haut am unteren Nagelrand auch nur der Form des Nagels aus kosmetischen Zwecken angepasst werden. Ein Nagelhautentferner kann, zum Beispiel, ein hochwertiges Mandel- oder Teebaumöl sein, das idealerweise über Nacht, auf das dünne Häutchen, das an der Basis des Nagels wächst, einwirkt, um es anschließend mit dem richtigen Maniküre-Werkzeug zu entfernen. Es gibt dazu spezielle, mechanische Nagelhautentferner aus Edelstahl, mit Softtouch-Griff oder V-Messer, die dazu bestens geeignet sind. Ein handliches und sicheres Arbeiten ist damit garantiert. Nach dem Vorbereiten der Haut mit dem öligen Nagelhautentferner, werden nun abstehende oder störende Hautfetzen mittels der Werkzeuge als Nagelhautentferner, zurückgeschoben. Die Haut soll niemals abgeschnitten werden, da ansonsten Verletzungen drohen. Nur das richtige Werkzeug sollte hierzu als Nagelhautentferner angewendet werden. Bei entzündeter oder gar eitriger Haut darf diese Art der Nagelpflege nicht durchgeführt werden.

 

Gesundheit und Nägel

 

Es gibt Irritationen in Farbe Form und Struktur der Fingernägel, die auf gesundheitliche Probleme hinweisen. Ein gesunder Nagel ist ungefähr 0,5 Millimeter dick und weist eine leichte Wölbung auf. Er ist fest und lässt sich leicht biegen. Zartrosa schimmert die gesunde Haut hindurch und seine Oberfläche ist ebenmäßig und glatt. An seinem unteren Ende ist der weiße Nagelmond sichtbar. Durch Verletzungen der Nagelwurzel, oder zu intensiver Pflege kann es zu weißen Flecken auf der Nagelplatte kommen.

1. Weiße Flecken

Durch Verletzungen der Nagelwurzel, oder zu intensiver Pflege kann es zu weißen Flecken auf der Nagelplatte kommen. Auch Fieber kann diese Verfärbungen auslösen. Und auch ein Nagelpilz könnte Ursache dafür sein.

2. Verfärbungen

Ein Nagel, der auf einem Bluterguss liegt, kann Farben in Violett bis Schwarz aufweisen. Manchmal löst er sich in einem solchen Fall ganz ab, daher ist Vorsicht geboten. Gelbe Verfärbungen deuten auf Lösungsmittelrückstande hin und kann auch vom zigarettenkonsum herrühren. Mit einem schwarzen Nagel sollte zeitnah der Hautarzt aufgesucht werden, da es sich um Krebs handeln könnte.

3. Verdickungen

Verdickungen der Nägel können auf einen Nagelpilz hindeuten. Dieser sollte ernst genommen werden und gehört in ärztliche Behandlung.

4. Querrillen

Querrillen deuten im Gegensatz zu Längsrillen, die ab einem bestimmten Alter vorkommen, als Hinweis auf ein gesundheitliches Problem im Magen-Darm-Bereich oder einer Grippe. Auch infolge von Stress und hoher psycher Belastung können sie auftreten.

 

Die optimale Nagelpflege im Überblick

 

1. Die Vorbereitung

Eine gründliche Reinigung der Nägel sollte am Anfang jeder Nagelpflege stehen. Acetonfreier Nagellackentferner hat den Vorzug, das er die Nägel nicht austrocknet. Die Lösung muss dazu einige Sekunden einwirken, anschließend wird der Lack vorsichtig entfernt.

2.Die Pflege

Ein hochwertiges Öl zur Pflege der Nägel, verhindert, dass sie bei der darauffolgenden Behandlung splittern. Das Öl wird leicht einmassiert, bis in die Nagelhaut, oder es wird über Nacht auf den Nägeln belassen. Die Nagelhaut lässt sich durch die vorbereitende Pflege anschließend besser zurückschieben.

3.Das Formen

Mit einer Nagelschere werden die Nägel auf die gewünschte Länge und anschließend mit einer Feile sanft in Form gebracht. Dabei sollte in eine Richtung gefeilt werden.

4.Den Nagelhautentferner anwenden

Die aufgeweichte Nagelhaut wird nun sanft mit einem Nagelhautentferner zurückgeschoben und der Form der Nägel angepasst. Sie sollte niemals abgeschnitten werden, da ansonsten Entzündungen drohen.

5. Nagelpflege mit Öl

Abschließend pflegendes Mandelöl oder vergleichbares, hochwertiges Öl in Hände und Fingernägel einmassieren und die wunderbar gepflegten Nägel genießen.

Prinzipiell ist es wichtig, nicht nur für die Nägel, sich vollwertig und gesund zu ernähren. Vitamin A, B, Magnesium und Kalzium lassen die Nägel glänzen und schneller und gesünder nachwachsen. Wenn sie regelmäßig lackiert werden, sollten Pausen zwischen den Lackierungen gemacht werden, damit sich die Nagelplatte erholen kann. Spezielle Handkuren und Öle pflegen auch die Nägel.

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